Wie entwickle ich Dankbarkeit?

Dankbarkeit wächst aus der bewussten Wahrnehmung dessen, was ist. Solange der Geist auf Autopilot läuft und in Gedanken verstrickt ist – in Sorgen über die Zukunft oder in Geschichten aus der Vergangenheit –, bleibt das, was im gegenwärtigen Moment da ist, unsichtbar.

Dankbarkeit ist daher nicht primär eine Frage der äußeren Umstände, sondern eine Frage der inneren Ausrichtung.

Ein erster Schritt ist, immer wieder innezuhalten und zu bemerken, was jetzt gerade da ist. Dein Atem, der Körper, der sich hebt und senkt. Das Licht, das durch das Fenster fällt. Die Geräusche um dich herum.

Es geht nicht darum, sich künstlich dankbar zu fühlen, sondern erst einmal wahrzunehmen.

Wenn du bewusst hinsiehst, merkst du vielleicht: Allein das Leben selbst ist schon ein Geschenk. Die Fähigkeit, zu sehen, zu hören, zu fühlen – nichts davon ist selbstverständlich.

Manchmal hilft es, sich vorzustellen, wie es wäre, wenn etwas, das du jetzt hast, plötzlich nicht mehr da wäre. Wenn du deine Stimme verlieren würdest, dein Augenlicht, die Fähigkeit zu gehen.

Plötzlich wird spürbar, dass vieles, was als gegeben erscheint, in Wahrheit ein Geschenk ist. Doch auch ohne solche Gedankenexperimente entsteht Dankbarkeit von selbst, wenn du mehr im gegenwärtigen Moment ankommst.

Eine einfache Übung ist, dir jeden Abend drei Dinge bewusst zu machen, für die du heute dankbar bist – und dabei nicht nur an große Ereignisse zu denken, sondern an kleine, unscheinbare Momente: das Gefühl von warmem Wasser auf der Haut, ein freundlicher Blick, ein Stück Musik, das dein Herz berührt hat.

Je öfter du das tust, desto mehr verändert sich dein Blick. Der Autopilot wird schwächer, die Wahrnehmung klarer. Und mit der Klarheit kommt die Dankbarkeit – nicht als erzwungene Haltung, sondern als natürliche Folge davon, wirklich da zu sein.

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