Was ist Selbstakzeptanz?
Selbstakzeptanz lässt sich entwickeln. Das bedeutet, sich selbst vollständig anzunehmen – mit allen Stärken und Schwächen, Erfolgen und Fehlern, Licht- und Schattenseiten. Es ist die Fähigkeit, sich selbst so zu betrachten, wie man wirklich ist, ohne sich dabei abzulehnen oder zu verurteilen. Während Selbstliebe eine warme, wohlwollende Beziehung zu sich selbst beschreibt, ist Selbstakzeptanz die Grundlage dafür: Sie bedeutet nicht unbedingt, dass man alles an sich mag, aber dass man aufhört, gegen sich selbst zu kämpfen.
Oft stehen tief verankerte Überzeugungen im Weg, wie: „Ich bin nicht gut genug“ oder „Ich müsste anders sein, um liebenswert zu sein.“ Diese Gedanken können zu einem inneren Widerstand führen – gegen Gefühle, gegen bestimmte Persönlichkeitsanteile oder gegen eigene Fehler. Doch wahre Selbstakzeptanz entsteht, wenn man sich erlaubt, einfach da zu sein, ohne sich ständig verändern oder verbessern zu müssen.
Ein hilfreicher Weg zur Selbstakzeptanz ist freundliche Selbstbeobachtung: Anstatt dich zu bewerten, könntest du dich neugierig fragen: „Wie geht es mir gerade wirklich? Was fühle ich?“ Auch der Umgang mit Fehlern ist ein Schlüssel: Kannst du dich daran erinnern, dass jeder Mensch unvollkommen ist und Fehler nicht über deinen Wert bestimmen?
Vielleicht merkst du, dass Selbstakzeptanz nicht immer leicht ist, vor allem, wenn du mit hohen Erwartungen an dich selbst aufgewachsen bist. Doch sie kann wachsen – durch bewusste Entscheidungen, Geduld und Mitgefühl mit dir selbst. Was wäre eine Sache an dir, die du heute einfach mal sein lassen könntest, ohne sie zu verurteilen?