Was ist Selbstliebe?

Selbstliebe ist die Fähigkeit, sich selbst mit Wohlwollen, Mitgefühl und Akzeptanz zu begegnen – unabhängig von äußeren Umständen, Fehlern oder Erwartungen. Sie bedeutet nicht Egoismus oder Selbstverliebtheit, sondern eine tiefe, ehrliche Verbindung zu sich selbst. Wahre Selbstliebe ist kein Zustand des perfekten Wohlfühlens, sondern die Bereitschaft, sich selbst in allen Facetten anzunehmen – mit Stärken und Schwächen, Licht und Schatten.

Oft wird Selbstliebe mit Selbstfürsorge verwechselt, also mit Handlungen wie Pausen nehmen, sich etwas Gutes tun oder sich selbst belohnen. Doch Selbstliebe geht tiefer: Es geht darum, sich selbst als wertvoll zu erleben, ohne sich ständig beweisen zu müssen. Es bedeutet, mit sich selbst genauso freundlich zu sprechen, wie man es mit einem geliebten Menschen tun würde. Dazu gehört auch, sich abzugrenzen, wenn es nötig ist, oder sich zu erlauben, unvollkommen zu sein.

Viele Menschen haben Schwierigkeiten mit Selbstliebe, weil sie in ihrer Kindheit eher an Bedingungen geknüpfte Zuwendung erfahren haben. Sie haben gelernt: „Ich bin liebenswert, wenn ich brav, erfolgreich oder angepasst bin.“ Diese Prägungen können zu inneren Kritikerstimmen führen, die ständig bewerten und Druck machen. Doch Selbstliebe entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch das Erkennen, dass man schon jetzt – genau so, wie man ist – liebenswert ist.

Vielleicht fragst du dich, wie du Selbstliebe entwickeln kannst. Ein erster Schritt kann sein, bewusst wahrzunehmen, wie du innerlich mit dir sprichst. Ist da Freundlichkeit oder eher Strenge? Kannst du dich selbst so annehmen, wie du eine gute Freundin oder einen guten Freund annehmen würdest? Was wäre für dich heute eine kleine Geste der Selbstliebe?

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