Wie fühlt sich Lebendigkeit an?
Lebendigkeit fühlt sich weit, wach und unmittelbar an – als wärst du ganz da, mit allen Sinnen präsent.
Es ist das Kribbeln in der Haut, wenn du eine frische Brise spürst, das tiefe Ein- und Ausatmen nach einem langen Lauf, das Herzklopfen in einem Moment echter Begegnung.
Lebendigkeit kann sich wie eine innere Ausdehnung anfühlen, als würdest du den Raum um dich herum nicht nur sehen, sondern auch fühlen. Manchmal zeigt sie sich in intensiver Freude, in Lachanfällen, in völliger Hingabe an den Moment.
Doch Lebendigkeit ist nicht nur das Hochgefühl – sie kann auch in tiefer Stille spürbar sein, in der intensiven Wahrnehmung eines Regentropfens auf der Haut oder in dem warmen Echo eines Blicks, der dich wirklich erreicht.
Selbst Schmerz kann lebendig sein, wenn er bewusst gefühlt wird, anstatt betäubt oder verdrängt zu werden.
Ein Zustand von innerer Taubheit oder das Gefühl, „funktionierend“ durchs Leben zu gehen, ist oft das Gegenteil von Lebendigkeit:
Dann fühlt sich die Welt flach an, als wärst du getrennt von ihr. Lebendigkeit hingegen ist Verbundenheit – mit dir selbst, mit anderen, mit dem Moment.
Vielleicht kannst du dich fragen: Wann habe ich mich zuletzt wirklich lebendig gefühlt? Was war in diesem Moment anders als sonst? Und gibt es etwas, das ich heute tun kann, um dieser Qualität mehr Raum zu geben?